1991 Sugimoto: Unterschied zwischen den Versionen

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;Ein Projekt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Moutchnik Prof. Dr. Dr. Alexander Moutchnik], [https://www.hs-rm.de/de/ Hochschule RheinMain, Wiesbaden]
[[Datei:004 Henri Cartier Bresson (1932) „Hinter dem Gare Saint Lazare“.PNG|rahmenlos|right|750px|]]
 
 
== Fotozitat ==
 
== Fotozitat ==
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<blockquote>'''<code>#gebäude | #campus | #hochschulerheinmain | #hsrm | #projekt | #fotozitate </code></blockquote>
<blockquote>'''<code>#Wiese
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Es ist ein Teil des Gebäudes auf dem Campus Kurt-Schumacher-Ring der [https://www.hs-rm.de/de/ Hochschule RheinMain] in Wiesbaden zu sehen. Im unteren Teil des Fotos ist eine saftige Wiese abgebildet.
#Frühling
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== Fotozitate-Storytelling ==
#HSRM
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#esgehtlos
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1991 Sigimoto Zitat.PNG|[https://fotozitate.info/1991_Sugimoto 1991 Sugimoto]
 
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1964 Edgerton Zitat.PNG|[https://fotozitate.info/1964_Edgerton 1964 Edgerton]
#spätdran | #bingleichda | #schnellzurvorlesung | #pünktlich </code></blockquote>
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1971 Eggleston Zitat.PNG|[https://fotozitate.info/1971_Eggleston 1971 Eggleston]
XXX [https://XXX].
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1965 Leifer Zitat.PNG|[https://fotozitate.info/1965_Leifer 1965 Leifer]
Es ist ein Gebäude mit der Aufschrift Hochschule RheinMain zu sehen. Im unteren Teil des Fotos ist eine saftige Wiese abgebildet.  
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  </gallery>
 
== Originalfoto ==
 
== Originalfoto ==
[[Datei:004 Cartier Bresson Gare St Lazare.jpg|thumb|150px|rahmenlos|right|mini|]]
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<blockquote>'''<code>#sugimoto | #meer | #horizont </code></blockquote>
<blockquote>'''<code>#schwarzweiß
 
#Meer
 
#Horizont
 
#Reflexion
 
 
 
#GareSaint-Lazare | #sprung | #alltagsmoment | #schwarzweiß </code></blockquote>
 
 
=== Besitznachweise ===
 
=== Besitznachweise ===
* XXX <ref>XXX</ref>
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* Auktionshaus Lempertz <ref>https://www.lempertz.com/de/kataloge/kuenstlerverzeichnis/detail/sugimoto-hiroshi.html</ref>
 
=== Beschreibung ===
 
=== Beschreibung ===
XXX <ref>https://XXX </ref>
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Wie ein Samuraischwert durchschneidet der Horizont das Motiv. Wie eine schnurgerade Linie teilt er das Bild in zwei gleich große Hälften. Das Oben getrennt vom Unten, dass fast Weiße des Himmels vom Dunkelgrau des Wassers. Milchig, strukturlos, von keinem Sonnenstrahl durchdringbar wirkt der Himmel, ruhig liegt die Wasseroberfläche da. Bei näherer Betrachtung lassen sich leichte Wellenbewegungen erkennen.
Wie ein Samuraischwert durchschneidet der Horizont das Motiv. Wie eine schnurgerade Linie teilt er das Bild in zwei gleich große Hälften. Das Oben getrennt vom Unten, dass fast Weiße des Himmels vom Dunkelgrau des Wassers. Milchig, strukturlos, von keinem Sonnenstrahl durchdringbar wirkt der Himmel, ruhig liegt die Wasseroberfläche da. Bei näherer Betrachtung lassen sich leichte Wellenbewegungen erkennen. [https://www.mare.de/hiroshi-sugimoto-content-1540]
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=== Fotograf ===
 
=== Fotograf ===
Hiroshi Sugimoto (23. Februar 1948) ist ein japanischer Fotograf, der in New York, USA, lebt und arbeitet. Er studierte an der Saint Paul’s University in Tokio. Während seines Kunststudiums am Art Center College of Design in Los Angeles wurde er nachhaltig von den amerikanischen Kunstströmungen des Minimalismus und der Konzeptkunst (concept art) beeinflusst. Er arbeitet ausschließlich im Medium der Schwarzweiß-Fotografie und nach dem Konzept der Serie, indem er die Idee einzelner Serien über längere Zeit konsequent verfolgt. Bisher stehen in seinem Schaffen die folgenden Serien/Werkgruppen im Vordergrund: „Dioramas“ (Dioramen) und „Wax Museums“ (Wachsfigurenmuseen, beide von 1976 an), „Theaters“ (Kinos, ab 1978), „Seascapes“ (Meeresansichten, ab 1980) und „Architecture“ (Architektur, ab 1997). Werke von Hiroshi Sugimoto sind in vielen internationalen Sammlungen vertreten und werden in Fotografie- wie Kunstausstellungen präsentiert. Seine Arbeiten zählen zur Künstlerischen Fotografie. [https://de.wikipedia.org/wiki/Hiroshi_Sugimoto]
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[https://de.wikipedia.org/wiki/Hiroshi_Sugimoto Hiroshi Sugimoto] (23. Februar 1948) ist ein japanischer Fotograf, der in New York, USA, lebt und arbeitet. Er studierte an der Saint Paul’s University in Tokio. Während seines Kunststudiums am Art Center College of Design in Los Angeles wurde er nachhaltig von den amerikanischen Kunstströmungen des Minimalismus und der Konzeptkunst (concept art) beeinflusst. Er arbeitet ausschließlich im Medium der Schwarz-Weiß-Fotografie und nach dem Konzept der Serie, indem er die Idee einzelner Serien über längere Zeit konsequent verfolgt. Werke von Hiroshi Sugimoto sind in vielen internationalen Sammlungen vertreten und werden in Fotografie- wie Kunstausstellungen präsentiert. Seine Arbeiten zählen zur Künstlerischen Fotografie.<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Hiroshi_Sugimoto</ref>
 
=== Hintergrund und Entstehung ===
 
=== Hintergrund und Entstehung ===
Wenn Sugimoto dem hier erstmals öffentlich gezeigten Werkkomplex den Titel „Revolution“ gibt, so verweist er auf eine radikal veränderte Wahrnehmung des Begriffes, die sich in fünfzehn großformatigen Werken manifestiert. Nicht auf politische oder soziale Umstürze will Sugimoto mit dem Begriff hinweisen, sondern er verwendet den Terminus in seiner ursprünglichen Bedeutung im Sinne von Aufhebung oder Umwälzung von bisher als gültig anerkannten Gesetzen oder Praktiken aufgrund neuer Erkenntnisse und Methoden. Technisch gesehen handelt es sich bei den Arbeiten zweifellos um Fotografien, aber wahrgenommen und verstanden werden sie in erster Linie als Bilder, die man eher einer malerischen oder konzeptuellen Sphäre zurechnen möchte. [https://www.photoscala.de/2012/10/27/hiroshi-sugimoto-revolution/]
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Wenn Sugimoto dem hier erstmals öffentlich gezeigten Werkkomplex den Titel „Revolution“ gibt, so verweist er auf eine radikal veränderte Wahrnehmung des Begriffes, die sich in fünfzehn großformatigen Werken manifestiert. Nicht auf politische oder soziale Umstürze will Sugimoto mit dem Begriff hinweisen, sondern er verwendet den Terminus in seiner ursprünglichen Bedeutung im Sinne von Aufhebung oder Umwälzung von bisher als gültig anerkannten Gesetzen oder Praktiken aufgrund neuer Erkenntnisse und Methoden. Technisch gesehen handelt es sich bei den Arbeiten zweifellos um Fotografien, aber wahrgenommen und verstanden werden sie in erster Linie als Bilder, die man eher einer malerischen oder konzeptuellen Sphäre zurechnen möchte.<ref>https://www.photoscala.de/2012/10/27/hiroshi-sugimoto-revolution/</ref>
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=== Analyse ===
 
=== Analyse ===
Der Horizont eine Linie. Gestochen scharf. Ein dunkleres Grau gegen ein helleres… Mehr nicht. Tag gegen Nacht, Weite gegen Enge. Gestern gegen Morgen. Es sind Variationen über das Mögliche, Ausgestaltungen der Natur, das Meer, ja, das Meer, was kann es alles sein… Der Horizont kann verwischen, wabernd sich auflösen zur nebligen Fläche, kann ins nächtliche Schwarz kippen oder wieder aufscheinen als Gedankengrenze, kann die Sonne gleißend reflektieren und sich wieder zurücknehmen zum rauen, wellengekräuselten Tablett, das den wolkigen Himmel verschlucken will. [https://www.artberlin.de/kuenstler/hiroshi-sugimoto-fotografie/]
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Der Horizont eine Linie. Gestochen scharf. Ein dunkleres Grau gegen ein helleres… Mehr nicht. Tag gegen Nacht, Weite gegen Enge. Gestern gegen Morgen. Der Horizont kann verwischen, wabernd sich auflösen zur nebligen Fläche, kann ins nächtliche Schwarz kippen oder wieder aufscheinen als Gedankengrenze, kann die Sonne gleißend reflektieren und sich wieder zurücknehmen zum rauen, wellengekräuselten Tablett, das den wolkigen Himmel verschlucken will.<ref>https://www.artberlin.de/kuenstler/hiroshi-sugimoto-fotografie/</ref>
Es geht um Differenz im augenscheinlich Identischen, um die gestalthafte Vergegenwärtigung und ikonische Fassung eines überzeitlichen Bewusstseinszustandes. „Dioramas“, „Theaters“, „Chambers of Horrors“, „Portraits“, „Architecture”, „Conceptual Forms” usw. sind zweifellos sehr wichtige Werkgruppen, während die „Seascapes” gleichsam das breite und durchgängige Fundament bilden, auf dem all die anderen Komplexe seines Schaffens basieren. [https://www.photoscala.de/2012/10/27/hiroshi-sugimoto-revolution/]
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Es geht um Differenz im augenscheinlich Identischen, um die gestalthafte Vergegenwärtigung und ikonische Fassung eines überzeitlichen Bewusstseinszustandes. „Dioramas“, „Theaters“, „Chambers of Horrors“, „Portraits“, „Architecture”, „Conceptual Forms” usw. sind zweifellos sehr wichtige Werkgruppen, während die „Seascapes” gleichsam das breite und durchgängige Fundament bilden, auf dem all die anderen Komplexe seines Schaffens basieren.<ref>https://www.photoscala.de/2012/10/27/hiroshi-sugimoto-revolution/</ref>
  
 
=== Wirkung und Rezeption ===
 
=== Wirkung und Rezeption ===
In Hiroshi Sugimotos Bildern verschränken sich japanische Traditionen mit westlichen Vorstellungen. Dieser west-östliche Dialog ist bis heute für ihn prägend geblieben. Hinzu kommen eine hochstehende handwerkliche Qualität und diese bereits erwähnte ästhetische Präsenz mit geradezu magischer Wirkung. [https://fokussiert.com/2012/11/06/hiroshi-sugimoto-das-meer-senkrecht/]
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In Hiroshi Sugimotos Bildern verschränken sich japanische Traditionen mit westlichen Vorstellungen. Dieser west-östliche Dialog ist bis heute für ihn prägend geblieben. Hinzu kommen eine hochstehende handwerkliche Qualität und die bereits erwähnte ästhetische Präsenz mit geradezu magischer Wirkung.
  
 
=== Auktionspreise ===
 
=== Auktionspreise ===
* '''XXX$''' am 12. Dezember 2017 bei XXX <ref>https://XXX</ref
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* 31,200€ Lempertz,42 x 54,4 cm<ref>https://www.lempertz.com/de/kataloge/lot/960-1/907-hiroshi-sugimoto.html</ref>
31,200 € Lempertz 42 x 54,4 cm https://www.lempertz.com/de/kataloge/lot/960-1/907-hiroshi-sugimoto.html
 
 
=== Zitate über das Originalfoto ===
 
=== Zitate über das Originalfoto ===
<blockquote>'''<code>„XXX“''' ''XXX''<ref>XXX </ref></code></blockquote>
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<blockquote>'''<code>"Die grandiosen fotografischen Serien von Hiroshi Sugimoto beeindrucken durch ihre unübertreffliche Klarheit und Präsenz. Stets erreichen seine Werke eine auf die reine Essenz reduzierte, absolute Verkörperung des gewählten Bildmotivs."''' <ref>https://www.hatjecantz.de/hiroshi-sugimoto-2317-0.html</ref></code></blockquote>
Die grandiosen fotografischen Serien von Hiroshi Sugimoto (*1948 in Tokio) beeindrucken durch ihre unübertreffliche Klarheit und Präsenz. Stets erreichen seine Werke eine auf die reine Essenz reduzierte, absolute Verkörperung des gewählten Bildmotivs. [https://www.hatjecantz.de/hiroshi-sugimoto-2317-0.html]
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<blockquote>'''<code>"Als Medium ist die Fotografie interessant, weil sie jung ist und deswegen noch Raum zum Wachsen hat. [...] Ich habe einen Stil kreiert, mit dem ich ganz bewusst Eingang in die zeitgenössische Kunst finden kann, in einem Feld, das bisher unberührt geblieben ist."''' <ref>Hiroshi Sugimoto, zit. nach Heine, F., Finger, B. (2016): 50 Zeitgenössische Fotografen die man kennen sollte, Prestel Verlag, München, S. 48.</ref></code></blockquote>
=== Zitate von Henri Cartier-Bresson ===
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<blockquote>'''<code>„XXX“''' ''XXX''<ref>XXX </ref></code></blockquote>
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=== Zitate von Hiroshi Sugimoto ===
„Bei meinen Fotos“, sagt der japanische Fotokünstler Hiroshi Sugimoto, „geht es mir vor allem um Kontemplation und Reflexion. [https://www.mare.de/hiroshi-sugimoto-content-1540]
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<blockquote>'''<code>„Bei meinen Fotos geht es mir vor allem um Kontemplation und Reflexion." '''</code></blockquote>
• An seine erste vitale Begegnung mit dem Meer erinnert sich Sugimoto bis heute. Er nennt sie „eine Art Erweckungserlebnis“. „Natürlich muss ich das Meer schon früher gesehen haben, doch das ist meine früheste und lebhafteste Erinnerung daran: Ich erblickte es aus einem Zug der Tokaido-Linie, von dem aus der See von links nach rechts an mir vorbeisauste. Es muss im Herbst gewesen sein, denn der Himmel war von einer gewaltigen, die Augen öffnenden Klarheit. Wir fuhren weit oben auf einer Klippe entlang, und das Meer flimmerte weit unten gleich einzelnen Filmbildern und verschwand dann hinter den Felsen“, erzählt er. [https://www.mare.de/hiroshi-sugimoto-content-1540]
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„Mein Anliegen war es“, sagte Sugimoto einmal, „mit den Mitteln der Fotografie eine uralte Stufe der menschlichen Erinnerung sichtbar zu machen. Ob individuelle oder kulturelle Erinnerung der Menschheit insgesamt: Es geht darum, in die Vergangenheit zurückzugehen und sich zu erinnern, woher wir kommen und wie wir entstanden sind.“ [https://fokussiert.com/2012/11/06/hiroshi-sugimoto-das-meer-senkrecht/]
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<blockquote>'''<code>„Mein Anliegen war es, mit den Mitteln der Fotografie eine uralte Stufe der menschlichen Erinnerung sichtbar zu machen. Ob individuelle oder kulturelle Erinnerung der Menschheit insgesamt: Es geht darum, in die Vergangenheit zurückzugehen und sich zu erinnern, woher wir kommen und wie wir entstanden sind.“'''</code></blockquote>
  
=== Literatur ===
 
* XXX
 
 
=== Videobeiträge auf YouTube ===
 
=== Videobeiträge auf YouTube ===
https://www.youtube.com/watch?v=AvmTTwTpshE “Hiroshi Sugimoto”, The Art of Photography, 07.01.2011
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* [https://www.youtube.com/watch?v=AvmTTwTpshE “Hiroshi Sugimoto”, The Art of Photography, 07.01.2011]
https://www.youtube.com/watch?v=JCsbxVCdDtA  “Hiroshi Sugimoto: Becoming an Artist | Art21 “Extended Play”, Art21, 29.04.2011
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* [https://www.youtube.com/watch?v=JCsbxVCdDtA  “Hiroshi Sugimoto: Becoming an Artist | Art21 “Extended Play”, Art21, 29.04.2011]
  
 
=== Kommentiertes Linkverzeichnis ===
 
=== Kommentiertes Linkverzeichnis ===
* XXX<ref>XXX </ref>
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[https://www.hatjecantz.de/hiroshi-sugimoto-2317-0.html] Ein Buch über Hiroshi Sugimoto Werke für 88€
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* [https://www.hatjecantz.de/hiroshi-sugimoto-2317-0.html Ein Buch über Hiroshi Sugimoto Werke für 88€]
[https://www.artberlin.de/kuenstler/hiroshi-sugimoto-fotografie/] Beschreibung des Bildes
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* [https://www.artberlin.de/kuenstler/hiroshi-sugimoto-fotografie/ Beschreibung des Bildes]
  
 
=== Quellen ===
 
=== Quellen ===
 
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Aktuelle Version vom 1. Juni 2021, 21:15 Uhr



1991 Sugimoto Zitat und Originalbild.PNG
Ein Projekt von Prof. Dr. Dr. Alexander Moutchnik, Hochschule RheinMain, Wiesbaden

Fotozitat

#gebäude | #campus | #hochschulerheinmain | #hsrm | #projekt | #fotozitate

Es ist ein Teil des Gebäudes auf dem Campus Kurt-Schumacher-Ring der Hochschule RheinMain in Wiesbaden zu sehen. Im unteren Teil des Fotos ist eine saftige Wiese abgebildet.

Fotozitate-Storytelling

Originalfoto

#sugimoto | #meer | #horizont

Besitznachweise

  • Auktionshaus Lempertz [1]

Beschreibung

Wie ein Samuraischwert durchschneidet der Horizont das Motiv. Wie eine schnurgerade Linie teilt er das Bild in zwei gleich große Hälften. Das Oben getrennt vom Unten, dass fast Weiße des Himmels vom Dunkelgrau des Wassers. Milchig, strukturlos, von keinem Sonnenstrahl durchdringbar wirkt der Himmel, ruhig liegt die Wasseroberfläche da. Bei näherer Betrachtung lassen sich leichte Wellenbewegungen erkennen.

Fotograf

Hiroshi Sugimoto (23. Februar 1948) ist ein japanischer Fotograf, der in New York, USA, lebt und arbeitet. Er studierte an der Saint Paul’s University in Tokio. Während seines Kunststudiums am Art Center College of Design in Los Angeles wurde er nachhaltig von den amerikanischen Kunstströmungen des Minimalismus und der Konzeptkunst (concept art) beeinflusst. Er arbeitet ausschließlich im Medium der Schwarz-Weiß-Fotografie und nach dem Konzept der Serie, indem er die Idee einzelner Serien über längere Zeit konsequent verfolgt. Werke von Hiroshi Sugimoto sind in vielen internationalen Sammlungen vertreten und werden in Fotografie- wie Kunstausstellungen präsentiert. Seine Arbeiten zählen zur Künstlerischen Fotografie.[2]

Hintergrund und Entstehung

Wenn Sugimoto dem hier erstmals öffentlich gezeigten Werkkomplex den Titel „Revolution“ gibt, so verweist er auf eine radikal veränderte Wahrnehmung des Begriffes, die sich in fünfzehn großformatigen Werken manifestiert. Nicht auf politische oder soziale Umstürze will Sugimoto mit dem Begriff hinweisen, sondern er verwendet den Terminus in seiner ursprünglichen Bedeutung im Sinne von Aufhebung oder Umwälzung von bisher als gültig anerkannten Gesetzen oder Praktiken aufgrund neuer Erkenntnisse und Methoden. Technisch gesehen handelt es sich bei den Arbeiten zweifellos um Fotografien, aber wahrgenommen und verstanden werden sie in erster Linie als Bilder, die man eher einer malerischen oder konzeptuellen Sphäre zurechnen möchte.[3]

Analyse

Der Horizont eine Linie. Gestochen scharf. Ein dunkleres Grau gegen ein helleres… Mehr nicht. Tag gegen Nacht, Weite gegen Enge. Gestern gegen Morgen. Der Horizont kann verwischen, wabernd sich auflösen zur nebligen Fläche, kann ins nächtliche Schwarz kippen oder wieder aufscheinen als Gedankengrenze, kann die Sonne gleißend reflektieren und sich wieder zurücknehmen zum rauen, wellengekräuselten Tablett, das den wolkigen Himmel verschlucken will.[4] Es geht um Differenz im augenscheinlich Identischen, um die gestalthafte Vergegenwärtigung und ikonische Fassung eines überzeitlichen Bewusstseinszustandes. „Dioramas“, „Theaters“, „Chambers of Horrors“, „Portraits“, „Architecture”, „Conceptual Forms” usw. sind zweifellos sehr wichtige Werkgruppen, während die „Seascapes” gleichsam das breite und durchgängige Fundament bilden, auf dem all die anderen Komplexe seines Schaffens basieren.[5]

Wirkung und Rezeption

alternative Beschreibung
© Prof. Dr. Dr. Alexander Moutchnik
Projekt "Fotozitate" (2021)

In Hiroshi Sugimotos Bildern verschränken sich japanische Traditionen mit westlichen Vorstellungen. Dieser west-östliche Dialog ist bis heute für ihn prägend geblieben. Hinzu kommen eine hochstehende handwerkliche Qualität und die bereits erwähnte ästhetische Präsenz mit geradezu magischer Wirkung.

Auktionspreise

  • 31,200€ Lempertz,42 x 54,4 cm[6]

Zitate über das Originalfoto

"Die grandiosen fotografischen Serien von Hiroshi Sugimoto beeindrucken durch ihre unübertreffliche Klarheit und Präsenz. Stets erreichen seine Werke eine auf die reine Essenz reduzierte, absolute Verkörperung des gewählten Bildmotivs." [7]

"Als Medium ist die Fotografie interessant, weil sie jung ist und deswegen noch Raum zum Wachsen hat. [...] Ich habe einen Stil kreiert, mit dem ich ganz bewusst Eingang in die zeitgenössische Kunst finden kann, in einem Feld, das bisher unberührt geblieben ist." [8]

Zitate von Hiroshi Sugimoto

„Bei meinen Fotos geht es mir vor allem um Kontemplation und Reflexion."

„Mein Anliegen war es, mit den Mitteln der Fotografie eine uralte Stufe der menschlichen Erinnerung sichtbar zu machen. Ob individuelle oder kulturelle Erinnerung der Menschheit insgesamt: Es geht darum, in die Vergangenheit zurückzugehen und sich zu erinnern, woher wir kommen und wie wir entstanden sind.“

Videobeiträge auf YouTube

Kommentiertes Linkverzeichnis

Quellen